stimmgabe_lleben

ich klinge, wie ihr mich anschlägt

hoch oder tief

dann schwing ich aus

zu mir zurück

und ich brauch lang

(ich darf nur nicht vergessen, wo ich grad war.)

(c) kaschpar
(c) kaschpar
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4 Gedanken zu “stimmgabe_lleben

  1. mickzwo 15. Oktober 2016 / 05:15

    Wer sich nicht damit beschäftigt, wo er herkommt, wird es schwer haben zu verstehen wo er ist. Wo er hingeht, wird ihm immer ein Rätsel bleiben. Ich glaube, so ähnlich ist es. Nicht nur im stimmgabe_lleben.

    Wenn einer/ der mit Mühe kaum/ geklettert ist auf einen Baum/ schon meint, daß er ein Vogel wär/ so irrt sich der.
    W. Busch

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    • kaschpar 15. Oktober 2016 / 09:41

      so ist es.
      wenn ich das noch anfügen darf, bei pascal mercier im nachtzug nach lissabon gefunden:

      „Ich erzittere beim bloßen Gedanken an die ungeplante und unbekannte, doch unausweichliche und unaufhaltsame Wucht, mit der Eltern in ihren Kindern Spuren hinterlassen, die sich, wie Brandspuren, nie mehr werden tilgen lassen. Die Umrisse des elterlichen Wollens und Fürchtens schrieben sich mit glühendem Griffel in die Seelen der Kleinen, die voller Ohnmacht sind und voller Unwissen darüber, was mit ihnen geschieht. Wir brauchen ein Leben lang, um den eingebrannten Text zu finden und zu entziffern, und wir können nie sicher sein, dass wir ihn verstanden haben.“

      schönes wochenende! lgk.

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      • mickzwo 15. Oktober 2016 / 17:31

        Den Titel „Nachtzug nach Lissabon“ hatte ich schon mehrfach in der Hand. Jetzt bin ich neugierig geworden. Ich werde es Lesen. Danke für den Hinweis.

        Nur wer Nichts tut, macht Fehler. Das betrifft beide. Kinder wie Eltern haben keine andere Wahl. (So entsteht im Übrigen auch Kultur; durch beobachten und nachahmen.) Das ist keine Einbahnstraße. Kinder brauchen Orientierung. (Und Erwachsene sind verdammt sie zu Geben.) Die Kinder nehmen dabei was sie kriegen können. Im Zweifelsfall bedienen sie sich bei den Eltern zuerst. Als mein Jüngster in die Pupertät gekommen ist, war ich der festen Überzeugung, dass er mir niemals zuhört. Und dann hörte ich zufällig, wie er seinem Kumpel zuraunte: „..aber mein Papa hat gesagt…“.
        Da war ich wie vom Blitz getroffen. Ich weiß nicht worum es ging – es spielt keine Rolle. Aber wenn man immer wieder daran erinnert wird, wie schwer es ist zu verstehen und dass es immer ein Generationending ist, wird man sehr behutsam werden, was das an belangt. Es bleibt spannend.

        Ich danke Dir für Deinen Hinweis dazu auch!!!

        Viele Grüße, mick.

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        • kaschpar 15. Oktober 2016 / 18:17

          das freut mich. ich war bei dem buch erst skeptisch, weil ichs nicht so mit best_sellern habe, aber ich war mehr als positiv überrascht: ich kanns wirklich empfehlen, herr zitter wird noch einiges zitieren.
          es geht auf jeden fall in beide richtungen, wobei ich nur die eine perspektive kenne, aber dass die spuren tiefer gehen, als man oft meint, weiß ich wohl. und dass man manches, was man zuvor verworfen an gehörtem, weils nicht ins leben gepasst, man plötzlich an anderer stelle doch wieder hervorholen und gebrauchen kann. jegliches hat seine zeit.
          (ohne kinder + fernseher muss man ein bisschen achtgeben, nicht den anschluss zu verpassen …)
          liebe grüße, k.

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